Aktuell

Liebe Freund*innen von „Mein Schloss“,


die aktuelle Situation erfordert die Absage unsere Tour 2020! Neue Termine werden bekannt gegeben.

Bleibt alle gesund und uns gewogen!

Herzliche Grüße

Autismus Wuppertal/Düsseldorf-Bergisches Land e.V., Jean Laurent Sasportes und das Schlossensemble



„Mein Schloss“ – wird wieder aufgenommen!



Liebe Freund*innen von „Mein Schloss“,


unser Tanztheaterstück wird wieder aufgenommen. Nach dem Tod von Tetsu Saitoh konnten wir das Ensemble um Miyama McQueen-Tokita (Koto) ergänzen, der wir alles Gute zu Ihrem Einstieg wünschen. Unser Anliegen ist es, zusammen mit anderen Vereinen und Organisationen „Mein Schloss“ weiterhin zur Verfügung zu stellen, um das Bewusstsein für das Thema Autismus zu erweitern und uns in ein wertvolles Netzwerk einzuflechten. In diesem Jahr werden wir das Stück zusammen mit dem Autismuszentrum Oberlinhaus

am 31.03. um 19.30 Uhr im T-Werk in Potsdam

und zusammen mit Autismus Deutschland, Landesverband Berlin e.V.

am 2.04. um 19.30 Uhr-zum Weltautismustag- im Theater am Pfefferberg in Berlin,

zeigen.

Bevor die Koffer gepackt werden, möchten wir Euch zu einem Gedenkkonzert für unseren verstorbenen Komponisten Tetsu Saitoh einladen. Am 26.3 um 19.30 Uhr werden Ensemblemitglieder und andere Wegbegleiter seine Person und sein Werk im Rahmen eines Konzertes im Café ADA würdigen.

Am 27.3. um 19.30 Uhr findet eine offene Generalprobe von „Mein Schloss“ im Café ADA statt, zu der wir sehr herzlich einladen. Bei den Veranstaltungen in Wuppertal ist der Eintritt frei-Spenden sind willkommen.

Dies kann alles nur stattfinden, weil wir wunderbare Unterstützer*innen haben.


Unser herzlicher Dank gilt Ihnen:

GlückSpirale; Jackstädt-Siftung; Johannes-Rau-Stiftung; CGI; Stadtsparkasse Wuppertal; Kulturbüro der Stadt Wuppertal; Fleming’s Express Hotel Wuppertal; WERA; Cronenberger Werkzeugkiste

Bei Fragen:

Stephanie Roos-Zech
01791710451


Hinweise zu den Veranstaltungen:


Potsdam   Berlin



Wir trauern um den musikalischen Leiter unseres Tanztheaterstückes „Mein Schloss“ und unseren liebgewonnenen Freund,

Tetsu Saitoh,

der am 18. Mai 2019 in Tokio verstorben ist.

Tetsu hat sich die letzten Jahre intensiv mit dem Thema Autismus auseinandergesetzt und ihm seine Kraft, sein Können und seine Liebe gewidmet. Mit seiner feinsinnigen Art hat er sich mit Klängen auf den Weg gemacht, diese Welt zu erspüren und geholfen, dieser einen künstlerischen Ausdruck zu verleihen. Mit großer Freude hat er die Musik für das Tanztheaterstück „Mein Schloss“ komponiert und war als Bühnenmusiker Teil des Ensembles. Die Zusammenarbeit mit Tetsu war für uns alle eine wundervolle Bereicherung, die uns einen neuen Blick auf das Thema ermöglichte. Die Leidenschaft beim Musizieren hat uns tief beeindruckt, besonders in Zeiten, die schon beschwerlicher für ihn waren.

Lieber Tetsu san, wir hoffen, dort wo Du jetzt bist, wurdest Du mit Liebe und wundervollen Klängen erwartet. Vielleicht sind dort Liebe und Klang auch eins.

„Mein Schloss“ wird es nie ohne Dich geben, Du wirst immer bei uns sein.



Im Namen von Autismus Wuppertal und der „Schlossfamilie“

Karin, Erika und Stephanie


We mourn the musical director of our dance theater piece "Mein Schloss" and our beloved friend,

Tetsu Saitoh,

who passed away in Tokyo on 18 May 2019.

Tetsu has spent the last few years intensively dealing with the subject of autism, dedicating his strength, his ability and his love to it. With his subtle manner, he has set out with sounds to feel this world and helped to give it an artistic expression. With great pleasure he composed the music for the dance theater piece "Mein Schloss" and he was the part of the ensemble as a performer on stage. The collaboration with Tetsu was a wonderful enrichment for all of us, giving us a new perspective on the theme. We were deeply impressed by his passion for making music, especially in times that were more difficult for him. Dear Tetsu san, we hope that where you are now, you were expected with love and wonderful sounds. Perhaps love and sound are together there.

There will never be "my castle" without you, you will always be with us.

In the name of Autismus Wuppertal and the "Castle Family".   


Karin, Erika and Stephanie


私達は、私達のダンスシアター作品「Mein Schloss」の音楽監督、そして私達の最愛の友人である5月18日東京で亡くなった齋藤徹を追悼いたします。

齋藤徹はここ数年、自閉症の問題に集中的に取り組んでおり、強い信念と力、そしてそれへの愛をもって献身的に働いてきました。 彼は、彼の長年の経験から会得した、繊細な態度をもって自閉症に対峙し、その世界を感じるために音を媒介として、そしてそれに芸術的な表現を与えるのを助けました。 彼はダンスシアター作品「Mein Schloss」のための音楽を喜びをもって作曲し、そして舞台に彼の世界を表現するパフォーマーとしても存在しました。 徹とのコラボレーションは、私たち全員にとって素晴らしい豊かさをもたらし、私たちに自閉症に関する新しい見方を与えてくれました。 私たちは彼の音楽制作への情熱、特に彼にとってより困難な時代にそれを続けたことに、強く感銘を受けました。

親愛なる徹さん、私達はあなたが今いるところが、愛と、あなたが望まれた素晴らしい音で満たされていることを願っています。 おそらくそこでは愛と音は一緒のものなのでしょう。

あなたなしでは「私の城」は決して存在しません。あなたはいつも私たちと一緒にいるでしょう。



Autismus Wuppertal と " 私の城 ファミリー"の名において 


カリン、エリカ、ステファニー



Nachruf von Prof. Dr. Peter Rödler im Gedenken an Tetsu Saitoh


Tetsu Saitoh ist am 18. Mai verstorben.



Ich lernte Tetsu im Frühjahr 2016 im Rahmen der Arbeit an dem Kunstprojekt "Mein Schloss" kennen. Aufmerksam geworden war ich auf dieses Projekt über einen Vortrag des Regisseurs dieses Projektes Jean Sasportes auf der 40-Jahr-Feier des Autismus Wuppertal. Auf Grund meiner Expertise im Zusammenhang mit dem Autismus und früherer eigene Tanzerfahrungen kamen wir schnell über eine Teilnahme an dem Projekt überein.

Das Besondere an diesem Projekt war, dass hier – künstlerisch – ein Zugang zu einer Welt von Menschen gesucht wurde, die mit einer aktiven Rolle auf der Bühne völlig überfordert gewesen wären – eben nicht hochleistungsfähige "Asperger-Autisten" sondern Menschen, die im Grunde in jedem Moment mit ihrem potenziellen psychischen Zusammenbruch kämpfen. Es ist klar, dass eine beschreibende oder deutende Annäherung an so eine Welt, die ohnehin nicht möglich ist, einen erheblichen Eingriff bedeuten würde und sich deshalb verbietet. Was stattdessen möglich ist und von der Gruppe um Tetsu und Jean realisiert wurde, war Menschen zu treffen, ihre Reaktionen und ihr Verhalten aufzunehmen und diesen in einem eigenen Reflex tänzerisch Ausdruck zu verleihen. Es entsteht so eine Collage von Bildern und Szenen die aber gerade bei diesem Erfahrungshintergrund so alleine letztlich fragmentiert bleiben.

Diesen Splittern realisierte Tetsu mit seiner Musik einen Raum und eine Zeit, die diesen Fragmenten über die Dauer des Stücks einen unvergleichlichen Raum entstehen ließ, der sie verlebendigte ohne sie zu "übertönen". Die je eigenartige Intensität der Bilder wurde nicht dominiert oder emotiv verkleistert, sondern in äußerster Achtsamkeit begleitet und stützend, verstärkend, nachzeichnend unterlegt.

Was ermöglichte Tetsu dieses Kunststück im wörtlichen Sinne? Sicher die Tatsache, dass er schon immer als Musiker neugieriger Grenzgänger war, der verschiedensten Einflüssen vom Argentinischen Tango bis hin zu experimenteller Musik, wie auch das Musizieren mit verschiedensten Musikern zu einer Quelle seiner Kunst werden ließ. Darüber hinaus hat sicher auch seine Zusammenarbeit mit Ryotaro, einem japanischen Tänzer mit Down Syndrom, seine Wahrnehmungsfähigkeit wie seine wunderbare Imagination geschärft. Eine noch weiter gehende Intensivierung erhielt die Musik dabei dadurch, dass Tetsu sie nicht nur komponiert hatte, sondern als Bassist auch an der Aufführung teilnahm. Hierbei bildete er der Aufführung durchgehend, unabhängig von der großen Leistung der anderen Musiker und Tänzer, ein Energiezentrum von äußerster Intensität – wiederum nicht dominierend, sondern eher dienend, aber in jeder Sekunde verantwortlich und in äußerster Aufmerksamkeit anwesend. Für mich als Zuschauer eine wirklich außerordentliche Erfahrung!

So realisierte Tetsu hier, mit allen anderen, ein allgemein menschliches "Verständnis" von Autismus, der den Zuschauern einen Zugang eröffnete, ohne – übergriffig – einzelne Menschen zu Objekten von Erklärungen zu machen. Gleichzeit ermöglichte er aber auch den Menschen, denen er in diesem Projekt begegnet war, durch ihn als reflektierendes Medium doch "zur Sprache" zu kommen. Dass diese Art von Kunst, die völlige Hingabe an das Stück und die Menschen dahinter, auch für den Protagonisten, trotz, vielleicht gerade wegen des energetischen Verströmens, heilsam ist, zeigte Tetsu bei seinem letzten Besuch 2018. Schwerst gezeichnet von seiner Krankheit blühte er im Zuge der Arbeit an dem Stück und bei den Aufführungen auf, begann geradezu zu leuchten und feierte später mit uns, aß mit großem Appetit und machte Scherze.

Ist das Werk vollbracht, dann sich zurückziehen:
das ist des Himmels SINN.

Laotse: Tao te king (Köln 1984, S.40)



Vortrag am 1. April 2019 in Dortmund:

Autismus - Welt weit? -

Reflexionen zu einem wichtigen Aspekt autistischen Verhaltens

Im Mittelpunkt des Vortrags steht der Sinn autistischer Verhaltensweisen. Diese sind das gemeinsame des ansonsten hoch individuell gefüllten Autismus-Spektrums.

Der Vortrag wird zeigen, dass diese - pädagogisch konstruierte - Bedeutung des autistischen Verhaltens nicht nur eine Hilfe für eine verständnisvolle und wertschätzende Begegnung und Arbeit mit Menschen aus dem autistischen Spektrum bietet, sondern auch ein Verständnis für Menschen insgesamt, die sich heute zunehmernd Themen, wie Globalisierung, Klimawandel, Krise des Kapitalismus, kulturtelle und wirtschaftliche neue Konkurrenzen ... - unkontrollierbaren Prozessen - ausgesetzt sehen. Dieser wechselweise Bezug ermöglicht in beiden Bereichen wertvolle Erkenntnisse.



Nimm mich mit und stell mich vor!



Nimm mich mit und stell mich vor! ist eine Aktion von Autismus Wuppertal/Düsseldorf-Bergisches Land e. V., einem Verein, der sich seit über 40 Jahren für Menschen mit Autismus und deren Umfeld engagiert.

Hervorgebracht hat dieser Verein ein vollstationäres Wohnen und eine Ambulanz. Dem vollstationären Bereich ist der Bereich Betreutes Wohnen angegliedert.

Bei der Aktion Nimm mich mit und stell mich vor! geht stellvertretend jeweils ein Kunstwerk aus der Maltherapie des vollstationären Wohnens, der Pflege- und Lebensgemeinschaft, auf Reisen durch das Tal und hilft dabei ratsuchenden Menschen den Weg zu uns als Kompetenzpartner zu finden.


Zum Flyer Zur Bildergalerie


Zu den Gastorten und ihren Paten



Weitere Informationen



Vortrag von Robin Schicha am 09. November 2018



Wir laden Sie herzlich ein zu einem spannenden Vortrag von Robin Schicha.

Veranstaltungsort:

Pflege- und Lebensgemeinschaft, Werderstraße 72 in Wuppertal

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Autismus Wuppertal/Düsseldorf, Bergisches Land e. V. und Autismus Wuppertal, Pflege- und Lebensgemeinschaft gGmbH.


Zum Flyer



"Mein Schloss" Aufführung in Bonn im Juni 2018



Der Veranstaltungsort ist in der Brotfabrik Bühne Bonn am 05. Juni 2018 um 20 Uhr Kreuzstraße 16, 53225 Bonn.

www.brotfabrik-theater.de

www.tanzweb.org/veranstaltung/mein-schloss-in-der-brotfabrik-bonn



Wiederaufnahme "Mein Schloss" am 17. Mai 2018



Kölnpremiere am 17.5.2018 um 20 Uhr Orangerie/Theater im Volksgarten im Rahmen des Sommerblutfestivals der Mulitpolarkultur www.sommerblut.de



KULTURFINALE / MAD PRIDE am 21. Mai 2018



Mit der Mad Pride zum Kulturfinale! Zum Abschluss von Sommerblut zieht die bunte Parade am 21.05.2018 zum vierten Mal durch Köln. Start ist wieder am Ehrenfelder Bahnhof um 14 Uhr, Ziel ist um 16 Uhr Odonien, wo das große Kulturfinale stattfindet mit Stefan Brings, Raul Krauthausen und vielen Anderen.

Die Mad Pride bringt alle Menschen zusammen: verrückt, behindert, asozial, an den Rand gedrängt, nicht dazugehörig – bei der Parade gehen alle Menschen zusammen auf die Straßen Kölns gegen diskriminieren Strukturen und Lebenslagen jeder Art. Gerade jetzt ist es uns wichtig, solidarisch zusammen zu stehen in unserer Verschiedenheit und auf unser gemeinsames Mensch-Sein zu gucken, anstatt auf Schubladen, in die wir gesteckt werden. Mit der Mad Pride tritt Sommerblut für seine Vision von Freiheit, Vielfalt und dem Recht auf kulturellen Teilhabe für alle Menschen ein – unabhängig von Behinderung, Verrücktheit, finanziellen Möglichkeiten, ethnischer und sozialer Herkunft, Alter, Geschlecht und sexueller Orientierung.

Im Mittelpunkt der Mad Pride stehen Lebendigkeit, Vielfalt, Kreativität, Lebenslust und der Stolz von Menschen, die anders sind. Mit der Mad Pride laden wir alle ein, Inklusion mit einem fröhlich bunt verrückten Eigensinn zu leben. Wir laden Sie und Ihre Organisation und Einrichtung herzlich ein mit uns zu kommen und die Einladung an alle Interessierten weiterzuleiten!

Das Mad Pride Orga-Team


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